Wissenswertes zur Lactoseintoleranz

Bei einer Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Milchzuckerunverträglichkeit.
Die Ursache ist das Fehlen bzw. die unzureichende Produktion des Verdauungsenzyms Laktase, das den Milchzucker in seine Einzelbestandteile zerlegt.

Die Folgen bzw.Symtome einer Laktoseintoleranz sind

- Bauchschmerzen /- koliken
- Völlegefühl
- Blähungen
- Durchfall
- Übelkeit

Die Therapie der Milchzuckerunverträglichkeit hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Beschwerden treten oft erst bei Laktosemengen über 10 g auf.

Testen Sie, in dem Sie einige Tage völlig auf jegliche Milchprodukte verzichten. Dann nehmen Sie ein Milchprodukt in kleiner Menge zu sich und beobachten die Reaktion.

Schweregrad Milchzucker (g) pro Tag , der problemlos vertragen wird:

leicht    8 – 10 g
mittel         - 1 g
schwer   - ohne

Obwohl Sauermilchprodukte ( Joghurt, Dickmilch, Kefir etc.) relativ große Mengen Milchzucker enthalten, werden sie häufig gut vertragen, weil die darin enthaltenen Milchsäurebakterien im Darm größere Mengen Milchzucker abbauen.

Ähnliches gilt für die Verträglichkeit vieler Käsesorten. Je länger der Käse reift, umso mehr Milchzucker wird abgebaut. Es ist für die Ernährungspraxis von Bedeutung , wenn Sauermilch- und Käseprodukte verzehrt werden können, da hierdurch zumindest ein Teil des Calciumbedarfs gedeckt wird. Andernfalls kann auf calciumhaltiges Mineralwasser zurückgegriffen , und calciumhaltiges Gemüse (Brokkoli und Grünkohl) vermehrt in den Speiseplan eingebaut werden.

Lebensmittel aus Reformhäusern und Bioläden enthalten in der Regel eine Volldeklaration bzw. den Hinweis: laktosefrei / milchfrei.